Auch Gedenkstätten warnen bereits vor zunehmenden Angriffen und betonen die notwendige historisch-politische Bildungsarbeit gegen die Verbreitung von Falschinformationen und Geschichtsrevisionismus.
Hier die Stellungnahme von Prof. Jens-Christian Wagner, dem Leiter der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar, vor dem Bundestag im Januar 2025 zu den aktuellen Herausforderungen und extremistischen Angriffen:
Neue Ausstellung zur Zwangsarbeit im Ruhrbergbau kuratiert von dem Verein Zweitzeugen e.V. zusammen mit dem Ruhrmuseum: https://zweitzeugen.de/holo-voices
Ort: Zeche Zollverein, Essen, Halle 8, der Eintritt ist frei!
Alexander Majak, vor den Zwangsarbeiterbaracken der Westfalia Dinnendahl Gröppel AG, Bochum Verkehrsstraße, Juni 1943; Foto: Privatarchiv W. Jachnow
Ein Friedensappell,
von Alexander Majak, Donezk 1982
Ich will nicht, dass es wieder Krieg gibt,dass an der Front sterben die Väter und die Söhne, dass die Erde versinkt im Meer der Tränen von Müttern, dass der Kummer der Waisen wie mit Zangen unsere Herzen drückt.
Ich will nicht, dass zusammen mit den Menschen stirbt unsere Ernährerin – die Erde! Ich will nicht, dass dort, wo Kindergärten waren, plötzlich Atompilze wachsen.
Nicht den Tod will ich für mich, nicht für unser Land, nicht für alle Mütter der Erde. Mögen die, die den Krieg wollen, ihre Söhne schicken in die Hölle des Krieges.
Anders werden sie den Preis für ihren Unverstand nicht erfahren. Ich will nicht den qualvollen Blick der hungrigen Kinderaugen sehen!
In Schreck verzerrte Grimassen. Ich schreie es der ganzen Welt zu: Wir brauchen nicht den Krieg!
Menschen, unterstützt mich!Schließt euch zusammen, zu einer Familie! Dass unser Wille den Krieg verhindere, dass er werde wie Stahl.
Möge niemand die Mühe noch das Leben selbst beklagen, wenn es hingegeben wird für das Leben! Meine Stimme ist nicht allein, sie ist machtvoll, hinter ihr steht das ganze Land, meine Heimat ganz.
Glaubt mir, ich will wirklich nicht, dass in den Flammen des Krieges verbrennt mein Planet!
(* Alexander Majak arbeitete von März 1942 bis April 1945 als Schlosser in der Montage von Wasserpumpen und Apparaten für Schachtanlagen bei den Gröppelwerken. Er trug dieses Gedicht während seines Besuches in Bochum im August 1994 vor, um seinen Wunsch nach Frieden und Versöhnung auszudrücken. In: ….und die Erinnerung tragen wir im Herzen, Bochum 2002, S. 78 ff.)
Die Rede des Osteuropahistorikers Karl Schlögel anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels zum Ukrainekrieg in der Paulskirche, Oktober 2025
Die Autorinnen der Initiative Gedenkort Bochum-Bergen stellen ihre umfangreichen Recherchen am Mittwoch, 17.12.2025 um 18:30 in der Kulturküche in Herne-Sodingen vor. Diese prägnante Aufsatzsammlung beinhaltet neue mikrogeschichtliche Recherchen, Text- und Bilddokumente sowie Berichte von Zeitzeuginnen über ihre Zwangsarbeit auf der Krupp-Zeche Constantin der Große, zu der auch die Zeche Mont Cenis gehörte. Sie erlauben es, soziale und arbeitsalltägliche Perspektiven zu entwickeln und biografische Zugänge zu eröffnen. Dies macht die Publikation zu einem geeigneten Material für die Bildungsarbeit sowohl am Gedenkort Bochum-Bergen, einem vollständig erhaltenen Lager und Baudenkmal mitten im Ruhrgebiet, als auch an den baulichen Überresten in Herne-Sodingen und zu einer spannenden Lektüre über Gewalt, Leben und Widerstand auf den Zechen Constantin und Mont Cenis während des Nationalsozialismus.
Als Einstieg in die Herbstferien – Führung am 12. Oktober 2025 in Bochum-Bergen ab 14 Uhr mit neuem Buch
Treff: Gedenktafel Bergenerstr. 116 a-i, 14:00 – 15:30 Uhr, die Führung findet voraussichtlich nur im Außengelände statt, bitte wettergemäß kleiden. Es befinden sich keine Toiletten vor Ort!