
Führungen im II. Halbjahr 2025 an folgenden Sonntagen:
14. September, VHS L12009A
12. Oktober, VHS L12009B
16. November, VHSL12009C
von 14:00 – 15:30 Uhr
Treff: Infotafel,
Bergener Str. 116 c

Führungen im II. Halbjahr 2025 an folgenden Sonntagen:
14. September, VHS L12009A
12. Oktober, VHS L12009B
16. November, VHSL12009C
von 14:00 – 15:30 Uhr
Treff: Infotafel,
Bergener Str. 116 c


Treffpunkt der Radtour der Initiative Gedenkort Bochum-Bergen war die Skulptur der „Knochen-Karl“ auf dem Gelände der ehemaligen Hauptverwaltung der Zeche Constantin. Nach einem Abstecher zum Prattwinkel – einer Straße in der der Steiger Nölting in den Kriegsjahren wohnte, der nachweislich Zwangsarbeiter gedemütigt hatte – fuhr die Gruppe in Richtung Kaiseraue nach Bochum-Grumme. An dem ehemaligen Standort der „Kaiseraue“ , Kreisverkehr Josephinienstraße/Tenthoffstraße, leitet Heinz Schlinkert von der Geschichtsgruppe Grumme seine Erläuterungen treffend mit der Formulierung ein: „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“. Denn von der ehemaligen Gaststätte, die in den Kriegsjahren ab 1941 als Zwangsarbeiterlager diente, ist nichts mehr zu sehen. Lediglich ein Schild der Geschichtsgruppe erinnert an die Geschichte des einst beliebten Ausfluglokals. Der ehemalige Zwangsarbeiter Michail Petruk hielt seine Erinnerungen an die Zwangsarbeit auf Constantin und das Lager Kaiseraue in Briefen an die „Gesellschaft Bochum-Donezk e.V.“ wie folgt fest. Er schrieb: „Neben dem Gebäude (Kaiseraue) stand eine Baracke, umgeben mit Stacheldraht, in ihr lebten Franzosen. In diesem Lager lebten 240 Menschen – Ostarbeiter – … und 40 Personen aus der Westukraine.“ Alle aus dem Lager arbeiteten im Schacht 8/9 unter schwersten Bedingungen. Und wenn nach 8 Stunden in Hitze und Staub, nur mit Holzpantinen an den Füßen und halbnackt die „Norm nicht erfüllt wurde, musste man bis zur nächsten Schicht bleiben“. Der Hunger war unerträglich und die Nahrung vollkommen unzureichend und von äußerst minderer Qualität.
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