Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die vollständige bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Wir feiern heute 80 Jahre der Befreiung des Deutschlands vom Nazismus, das Ende des größten Blutvergießens der Weltgeschichte, die Rettung der europäischen Juden vor der vollständigen Vernichtung.
Im Zweitem Weltkrieg haben 60 Millionen Menschen ihr Leben verloren, fast die Hälfte davon waren Zivilisten. Jeder Zehnte war Jude.
Am meisten betroffen waren die Sowjetunion und die Rote Armee. Das sowjetische Volk zahlte einen hohen Preis für den Sieg. 27 Millionen Menschen starben, 12 Millionen davon waren Soldaten und Offiziere.
Autor: MB
Bochumer Beiträge zur “Entschädigung” von Zwangsarbeiter*innen
Mit Waltraud Jachnow, Gesellschaft Bochum-Donezk, im Interview in Bochum-Bergen, 2022

Gernot Schubert vom Unabhängigen Radio Bochum (Urbo) zur Entschädigungsfrage 1999:
Die Rede von Reinhard Wegener, Sozio-kulturelles Zentrum Bhf Langendreer, auf einer Kundgebung im März 2000 auf dem Husemannplatz zur Verantwortung der Firmen und Betriebe, die Zwangsarbeiter*innen im NS ausgebeutet haben, und abschließend Gernot Schubert zum Stand der Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter*innen in der Ukraine im Dezember 2023:
Neue öffentliche Führung im ehemaligen Zwangsarbeitslager Bergenerstr. 116 a-i
„An die Direktoren,
die Baracken für das Lager Bergen (Ausländer von Schacht 10) werden zur Zeit angeliefert.“
April 1943, Gewerkschaft ver. Constantin der Große
Anhand von anschaulichen Dokumenten werden die Geschichte des Lagers, die Her kunft und das Leben der hier untergebrachten Zwangsarbeiter sowie deren besonders harten Arbeits- und
Lebensbedingungen auf der Krupp-Zeche Constantin der Große erfahrbar.
Die Teilnehmenden bekommen einen Einblick in das verbrecherische System der Zwangsarbeit während der Zeit des Nazismus, das von Menschenraub, Ausbeutung und rassistischer Unterdrückung geprägt war.
Termin: Samstag, der 27. Mai 2023 um 14 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Ort: Bergener Str. 116c, Gedenktafel
Anmeldung:
E-mail: stadtarchiv@bochum.de
Telefon: 0234 910-9510
Info-Tafel in der Bergener Straße steht
Im ehemaligen Zwangsarbeiterlager „Bergener Strasse“ gibt es jetzt eine Informationstafel mit geschichtlichen Daten über das Lager und die dort zur Zwangsarbeit gezwungenen Menschen aus der Ukraine und Polen. Auf Antrag vom Bündnis gegen Rechts hatte der Ausschuss für Kultur und Tourismus im Rat der Stadt Bochum im Februar 2022 den Beschluss gefasst, diese Informations- und Gedenktafel aufzustellen.
„Begleitet“ wurde die Phase der technischen Umsetzung mit einer längeren Abklärung über einige geschichtliche Daten (z.B. über das tatsächliche Baujahr und die Fertigstellung des Lagers). Im Text auf der Tafel wird genau beschrieben, dass die Zwangsarbeiter auf der Zeche „Constantin der Große“, die zum Krupp-Konzern gehörte, besonders harten Arbeitsbedingungen ausgeliefert waren, die oft zum Tod oder schweren Verletzungen geführt haben.
Mit der Info-Tafel ist wieder ein kleiner Schritt getan, dass die Geschichte des Lagers und die Unterdrückungs- und Ausbeutungspolitik der Nazi-Diktatur in Bochum nicht vergessen wird..
Zwangsarbeit in Bochum im Zweiten Weltkrieg
Die Initiative Nordbahnhof widmet im Rahmen des 9. November eine Vortragsreihe zur Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg und den gegenwärtigen Anforderungen an Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik. Die Initiative schreibt dazu: »Eine Vielzahl von Menschen passierte während des Zweiten Weltkriegs den Nordbahnhof Bochum. Als Güter- und Reisebahnhof behielt er seine Alltagsfunktion bei, während gleichzeitig Hunderte Juden, Sinti und Roma von hier aus in die Vernichtungslager im Osten deportiert wurden. Den umgekehrten Weg nahmen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie politische Häftlinge aus dem In- und Ausland, für die Bochum nicht Ausgangspunkt, sondern Ziel der unfreiwilligen Reise war.
weiterlesenBilder vom Tag des Denkmals 2022 im Gedenkort Bergen
Selbstverständnis der Initiative Gedenkort Bochum-Bergen
- Unsere Initiative ist überparteilich und Mitglied im Bochumer Bündnis gegen Rechts.
- Unser Anliegen ist es, im ehemaligen Zwangsarbeiter-Lager an der Bergener Straße einen würdigen Gedenk-, Erinnerungs- und Lernort zu den NS-Verbrechen am Beispiel der Zwangsarbeit in Bochum zu schaffen und ein
Zeichen gegen menschenverachtenden Rassismus zu setzen. - Wir mischen uns aktiv in die Lokalpolitik ein und fordern Transparenz und Beteiligung der Zivilgesellschaft.
- Wir bieten Führungen für Interessierte zum Thema Zwangsarbeit im 2. Weltkrieg an und arbeiten mit Jugendgruppen und Schulen zusammen.
- Wir recherchieren, um lange Zeit Verborgenes und Verdrängtes aufzudecken und machen Öffentlichkeitsarbeit.
Näheres zum Lager Bergener Straße





