Anmeldung: VHS Bochum, 0234 / 910-15 55, vhs@bochum.de, Kurs: M12009B
Treffpunkt: 14 Uhr Gedenkort Bochum-Bergen, Bergenerstr. 116c, Infotafel; Dauer: bis ca. 16:30 Uhr


Mehr als 50 Jahre nach Schließung der letzten Zeche in Bochum begeben wir uns anhand von Zeitzeugnissen auf die Suche nach Spuren der mehr als hundertjährigen Industrie- und Migrationsgeschichte im Bochumer Norden.
„Misstraut den Grünflächen!“
Ausgehend vom ehemaligen Lager und künftigen Gedenkort Bochum-Bergen machen wir uns mit dem Fahrrad auf den Weg der osteuropäischen Zwangsarbeiter der Zeche Constantin im Zweiten Weltkrieg: „Erneut begann die Arbeit und wieder gab es Rübensuppe, wieder den Holzklotz an den Beinen, daran erinnere ich mich wie an einen Albtraum“, berichtet 1998 Nikolaj Storoschenko aus Donezk von seiner Kriegserfahrung in Bochum als jugendlicher Zwangsarbeiter auf Zeche Constantin der Große (1942-1945). Welche Spuren der Zeche sind heute noch sichtbar und welche Geschichte erzählen sie?
Auf Bahntrassen, Feldwegen sowie der Wiescherstr. führt uns der Weg zu den ehemaligen Schächten 10 und 4/5 sowie dem ehemaligen Lager im Zillertal und endet am Südfriedhof in Herne, dem Ehrenfriedhof für Kriegstote fremder Staaten, vor allem aus der Sowjetunion und Polen.


