17. März 14 Uhr, Begehung des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in Bochum-Bergen

„Gearbeitet habe ich in einer Ziegelei, ich habe die Schubkarre mit Ziegelsteinen gefahren. Die Bewacher schrien: Los, los! Aber wir fielen um vor Erschöpfung. Später überführten sie uns auf eine Schachtanlage, wo wir den Abraum wegräumten und den Metallbruch sammelten. Wir wurden die ganze Zeit von Männern mit Schäferhunden bewacht.

Ende 1943 oder Anfang 1944 wurde ein neues Lager gebaut. Hier waren Polen. Im Lager gab es einen Feuerlöschteich, das war nötig wegen der Bombenangriffe. Meine (Marken-)Nummer war 4002, mit dem Familiennamen wurden wir von niemandem angeredet.“

Wiktor Jerochin (*24.11.1924, Ukraine), arbeitete von März 1942 – Mai 1945 auf Zeche Constantin Schacht 6/7, aus: W. Jachnow et al, …und die Erinnerung tragen wir im Herzen, Bochum 2002, S. 197 (gekürzt)

Schichtwechsel der deutschen Belegschaft 1939, Zeche Constantin Schacht 6/7, Hiltroperstr.
Foto: 100 Jahre Gewerkschaft Constantin d. Gr.1849-1949

Bei einem Rundgang

auf dem noch bewohnten Gelände werden anhand von anschaulichen Dokumenten die Geschichte der Entstehung des Lagers, die Herkunft und das Leben der hier untergebrachten Zwangsarbeiter – die besonders harten Arbeits- und Lebensbedingungen auf der Krupp-Zeche „Constantin der Große“ erfahrbar. Die Teilnehmenden bekommen einen deutlichen Einblick in das verbrecherische System der Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus, das von Menschenraub, Ausbeutung und Unterdrückung geprägt war.

Sonntag, 17. März 2024, 14:00 Uhr, ca. 1,5 Std.

Anmeldung: VHS-Bochum 0234-910-1555

Treff: Infotafel, Bergener Str. 116 a-i

Eine Kooperation des Bochumer Bündnis gegen Rechts mit der VHS- Bochum.

Bitte beachten: Führungen finden nur im Außenbereich statt. Toiletten sind vor Ort nicht vorhanden!

Die Kommentare sind geschlossen.